Interim Management: Verantwortung übernehmen, wenn Veränderung nicht warten kann

Dr. Rätscher ThomasInterim Manager, ORDER-TO_CASH, OTC, Sparring Partner

Unternehmen holen Interim Manager selten dann, wenn alles problemlos läuft.

Meist gibt es einen konkreten Anlass: Eine Schlüsselposition ist vakant, eine Transformation stockt, Prozesse funktionieren nicht wie vorgesehen oder finanzielle Kennzahlen geraten unter Druck. In solchen Situationen braucht es keine zusätzliche Analyse allein, sondern Führung, Erfahrung und Umsetzungskraft.

Genau darin liegt die besondere Rolle eines Interim Managers.

Interim Management ist mehr als eine Vakanzlösung

Interim Management wird häufig noch mit der Überbrückung einer offenen Führungsposition verbunden. In der Praxis geht es jedoch oft um deutlich mehr.

Ein erfahrener Interim Manager übernimmt Verantwortung in Situationen, in denen Geschwindigkeit entscheidend ist. Er muss sich schnell orientieren, Prioritäten erkennen, Entscheidungen vorbereiten und Maßnahmen umsetzen.

Typische Aufgaben sind beispielsweise:

  • Stabilisierung kritischer Prozesse
  • Übernahme von Führungsverantwortung
  • Umsetzung von Transformations- und Optimierungsprogrammen
  • Steuerung komplexer Projekte
  • Verbesserung von Working Capital und Cashflow
  • Begleitung von SAP- und Digitalisierungsprojekten
  • Aufbau klarer Verantwortlichkeiten und Governance-Strukturen

Der entscheidende Unterschied liegt dabei in der Umsetzung.

Ein Interim Manager übernimmt nicht nur eine Rolle. Er übernimmt ein Ergebnis.

Gerade im Order-to-Cash wird Wirkung schnell sichtbar

Im Finance- und Order-to-Cash-Umfeld lassen sich Veränderungen sehr konkret messen.

Schwachstellen in Bonitätsprüfung, Fakturierung, Forderungsmanagement, Dispute Management oder Collections wirken unmittelbar auf zentrale Kennzahlen wie:

DSO, offene Forderungen, Working Capital, Ausfallrisiko und Liquidität.

Deshalb beginnt erfolgreiche O2C-Optimierung nicht bei einzelnen Symptomen.

Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Prozess:

Vom Auftrag bis zum Zahlungseingang.

Ziel muss es sein, Prozesse so zu gestalten, dass Verantwortlichkeiten klar sind, Entscheidungen schneller getroffen werden können und Cash planbarer wird.

Umsetzung statt Konzept

Interim Management entfaltet seinen größten Nutzen dort, wo Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden müssen.

Das bedeutet:

Probleme nicht nur identifizieren, sondern beseitigen.

Maßnahmen nicht nur definieren, sondern realisieren.

Verantwortlichkeiten nicht nur diskutieren, sondern verbindlich festlegen.

Und Ergebnisse nicht nur versprechen, sondern messen.

Gerade in Transformationssituationen ist diese Kombination aus fachlicher Erfahrung, Führungsverantwortung und Umsetzungsorientierung entscheidend.

Auszeichnung als „Best Value Interim Manager 2026/27“

Umso mehr freue ich mich, in der aktuellen Ausgabe des QUANTUM Magazins erneut vertreten zu sein und in die Gold List 2026/27 als „Best Value Interim Manager“ aufgenommen worden zu sein.

Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich ausführlich mit der Rolle und den Aufgaben von Interim Managern und beschreibt sehr treffend, welchen Beitrag erfahrene Führungskräfte auf Zeit insbesondere in Veränderungs- und Transformationssituationen leisten können.

Für mich bestätigt die Auszeichnung einen Grundsatz, der meine Arbeit seit vielen Jahren prägt:

Ein Interim Manager überbrückt keine Zeit.
Er schafft Wirkung in begrenzter Zeit.

Insbesondere im Order-to-Cash bedeutet das für mich:

Umsatz realisieren. Prozesse stabilisieren. Liquidität sichern.

Order-to-Cash, Finance und Transformation

Als Executive Interim Manager unterstütze ich Unternehmen insbesondere bei:

  • Order-to-Cash und Working Capital
  • Credit Management und Accounts Receivable
  • Finance Transformation
  • SAP S/4HANA und Prozessdigitalisierung
  • Projekt- und Programmleitung
  • operativer Stabilisierung und Optimierung

Dabei steht für mich immer eine Frage im Mittelpunkt:

Was funktioniert nach dem Mandat messbar besser als vorher?